Richtig Lüften – Tipps und Tricks

Wo keine mechanische Lüftung vorhanden ist,  ist richtig Lüften der Garant für Wohlbefinden, Gesundheit und Schutz der Bausubstanz. Hier möchte ich ein paar Hinweise zum richtigen Lüften geben.Da wir in unsere neuen Wohnung nun die gleichen Probleme wie in der alten Wohnung, d.h. Kondenswasser innen an den Scheiben haben. Habe ich das zum Anlass genommen das Thema „Richtiges Lüften“ mal aufzuarbeiten und möchte euch daran Teil haben lassen.

Einer der Hauptzwecke des Lüftens ist die Abfuhr von entstandener Feuchtigkeit. Es ist daher wichtig, ein Gefühl dafür zu haben welche Mengen an Wasser wir täglich produzieren. Nachfolgenden habe ich mal dargestellt, wie viel Wasser durch alltägliche Verrichtungen im Haushalt entstehen.

  1. 1 Person (Je nach Betätigung) = 50 – 200g pro Stunde
  2. Pflanzen = 20 – 30g pro Stunde
  3. Geschirrspüler = 150 – 250g pro Spülgang
  4. Waschmaschine = 300 – 400g pro Waschgang
  5. Kochen = 400 – 1000g pro Stunde
  6. Wannenbad = 1200g pro Bad
  7. Duschen = 1600g pro Duschbad

Diese Feuchtigkeit muss natürlich wieder raus, in älteren Gebäude übernehmen nicht besonders dichte Fenster und Türen oder andere div. Ritzen einen Teil dieser Aufgabe. In neueren sogannten Energiesparhäusern mit besonderer Wärmedämmung ist dies nicht möglich. Hier sollte alle 2 – 3 Stunden der Luftaustausch vollzogen werden.

Wie man diesen Luftaustausch vollziehen kann, dafür gibt es mehrere Möglichkeiten hier habe ich die wichtigsten mal aufgeführt.

Stoßlüften. Die intelligenteste Art zu lüften ist das weit geöffnete Fenster und möglichst auch mit Durchzug zu einem anderen Fenster am anderen Ende der Wohnung. So reichen meist fünf Minuten für den vollständigen Luftaustausch
Auf Kippe. Die Wirkung von angekippten Fenstern ist dagegen bescheiden. Für den Luftaustausch brauchen sie etwa fünfmal so lange wie bei der Stoßlüftung. In der kalten Jahreszeit ist das problematisch, da die Frischluft in einige Wohnbereiche kaum vordringt, dafür aber Wand und Boden in Fensternähe stark auskühlen. Das erhöht das Risiko der Schimmelbildung. Außerdem ist winterliche Dauerlüftung Energieverschwendung.
Mehrmals täglich. Lüften Sie alle 2 – 3 Stunden. Öffnen Sie die Fenster auch zusätzlich nach dem Duschen und Kochen, damit der Wasserdampf abziehen kann.
Tür zu. Halten Sie beim Duschen, Baden und Kochen die Verbindungstüren zur Wohnung geschlossen und öffnen Sie die Fenster anschließend. So verteilt sich die feuchtwarme Luft nicht in der ganzen Wohnung.
Wäsche. Lüften Sie Räume, in denen Wäsche trocknet, noch häufiger. Im Sommer ist Dauerlüftung oder Trocknen im Freien sinnvoll.

Nach dem Lüften folgt meist das Heizen, denn gerade jetzt im Winter ist draußen doch recht kalt. Aber auch hier kann man so einiges falsch machen.

Es ist wichtig das man die Räume nicht überheizen tut, 20°C reichen für Wohnräume und Küche völlig aus in Schlaf- und Nebenräumen darf es mit 18°C ruhig etwas kälter sein, mehr muss nicht sein und schont auch den Geldbeutel! (Raumtemperatur um 1°C senken = 6% weniger Heizkosten!!!)  Wenn tagsüber niemand zuhause ist muss man nicht so viel heizen, dennoch sollte die Temperatur nicht unter 16°C sinken, da ein aufheizen wieder mehr Energie kosten, als ein kontinuieliches heizen.

Man sollte nicht versuchen kältere Räume mit der Luft aus wärmeren Räumen zu heizen, denn hierbei gelangt meist wenig Wärme aber viel Luftfeuchtigkeit in den kälteren Raum. Damit seigt die realtive Luftfeuchtigkeit und damit die Gefahr von Schimmelpilzen.

Nochmal zum eigentlichen Problem, dem Kondenswasser an den Fenstern. Wenn morgens die Fensterscheiben und Fensterbänke feucht sind, liegt meist die Vermutung nahe, dass Feuchtigeit von aussen eindringt. Dies ist in den meisten Fällen aber nicht der Fall. In den meisten Fällen handelt es sich um Schwitzwasser, das ist Wasser welches aus kühler werdender Luft austritt und sich dann an bestimmten Bauteilen ablagert.

Man kann dieses Kondenswasser nur verhindern wenn man die realtive Luftfeuchtigkeit niedrig hält, d.h. die Räume nicht zu kalt aber auch nicht zu warm halten und regelmäßig Lüften.

Ob man in einem Energiesparhaus wohnt erkennt man am sogenannten Energieeffizienzlabel, welche ähnlich dem ist was man vom Wasmaschinenkauf kennt.

Hier noch eine Broschüre der Verbraucherzentrale zum Thema …

Veröffentlicht von

Hallo ich bin Enrico Baier, im besten Alter, Energiegeladen und voller Spannung! Beruflich versuche ich mich als Elektroinstallateur. Privat bin ich Vater von 3 Kindern. Neben meiner Familie betreibe ich noch das Hobby der Digitalen Fotografie, und wenn dann immer noch Zeit bleibt, nehme ich hier im Blog alles in Kreuzfeuer was mir so begegnet.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Enrico,
    eine gute Beschreibung wie man es denn richtig machen soll! Ich habe hier auch mal zwei Beiträge über die Themen Heizen und Lüften zusammen gestellt.
    Und das Tauwasser an eurem Schlafzimmerfenster ist eigentlich auch erstmal kein Problem. Im Gegenteil. Es zeugt von 2 positiven Aspekten:
    1. Ihr atmet während der Nacht – soll ja generell vorteilhaft sein.
    2. Die Feuchtigkeit am Fenster kann in Ecken und Kanten des Schlafzimmers schon mal nicht mehr ausfallen. Und wenn ihr seht, dass das Fenster feucht ist, öffnet ihr letzteres bestimmt eher als bei trockenem Fenster. Richtig?

    Also, alles im Trockenen, wie man so schön sagt.
    Gruß, Stefan

  2. Pingback: Heizen / Lüften – So können Heizkosten gespart werden | SIE-Web.de

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