Qmilch – Kurioser Modetrend … made in Germany

Jedes Jahr das gleiche Spiel, die neue Mode-Sasion startet und somit müssen auch neue Kleider, Schuhe oder andere mehr oder weniger wichtige Accessoirs her. Die alten manchmal nur einmal getragen, wandern dann in die Altkleidersammlung (Experten schätzen ca. 500.000 Tonnen pro Jahr).

So trägt die schnelllebige Modewelt einen wesentlichen Beitrag zur Wegwerfmentalität bei. Doch es gibt mittlerweile immer mehr Designer die dagegen halten, ganz vorn dabei eine Modedesignerin aus Hannover, seit einigen Jahren tüftelt sie an einem speziellen Verfahren in dem sie Mode aus Milch produziert, somit hat sie ein Weltweit einzigartiges Verfahren entwickelt um künstliche Textilfasern ganz ohne den von Chemikalien herzustellen.

In Hannover experimentiert ein Unternehmen namens „Qmilch“ bereits seit einigen Jahren an einem speziellen Verfahren, was es möglich macht, Mode aus Milch herzustellen. Ganz vorn an Mikrobiologin, Modedesignerin und Firmengründerin Anke Domaske. Für ihr Verfahren Textilien Fasern ohne den Zusatz von Chemikalien und unter gezieltem Einsatz von Ressourcen und Energien hat sie im Laufe der letzten Jahre bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Jatzt steht das Unternehmen kurz vor dem Start in die industrielle Produktion einzusteigen.

Wie funktioniert das nun, Mode aus Milch herzustellen?

Genauer werden die Textilien nicht aus Milch, sondern aus Kasein einen Abfallprodukt der Milchindustrie es wird aus dem Teil der Milch gewonnen, die nicht der Milchverordnung entspricht und somit für den Verzehr ungeeignet ist. Laut Aussagen von Qmilch fallen hier ca. 1,9 Millionen Tonnen an, das derzeit zum überwiegenden Teil in der Agrarwirtschaft entsorgt wird.

Der Ausgangsstoff ist somit ein Abfallprodukt, Einsatz weitere Rohstoffe ist nicht nötig und der Energieverbrauch wurde optimiert, somit dauett die Herstellung nur ca. 1 Stunde der Wasserverbrauch wurde auf unter zwei Liter reduziert und die von Qmilch verwendete Energie ist grün – Qmilch verwendet Ökostrom.

Glatt und weich sollen sich die ersten Kleider anfühlen, weiterhin sollen sie besondern vor Allergiker von Vorteil sein, denn durch den Verzicht auf jegliche Art von Chemikalien sind die Kleider besondern gesundheitschonend und die Hannoveranerin geht sogra noch weiter wie sie in einem Interview mit Fibre2fashion erklärt:

“Die ausgezeichneten Feuchtigkeitseigenschaften von Qmilch verhindern das Wachstum von Bakterien auf natürliche Art. … Feuchtigkeit wird leicht aufgenommen und die Haut fühlt sich angenehm frisch an. Hautreizungen können durch die glatte Oberfläche reduziert werden.” 

Quelle: fashionunited.de

 

 

Mit diesen antiallergisch und nachhaltig produzierten Milchfasern schaffte Anke Domaske den Sprung auf den Ökozug. Denn die meisten großen Textilketten wie Heine und Otto, C&A oder auch H&M haben heute bereits Nachhaltige Produkte im Sortiment. Selbst Star-Designer Giorgio Armani hat heute nicht nur unförmige Jutesäcke sondern auch Green Glamour im Programm.

Ein weiteres interessantes Engagement ist das Projekt „Cotton made in Africa“, hier engagiert sich die Mode – Kette Heine in Afrika, beim Anbau einer der Kerntextilien in der Modeherstellung. Baumwolle wird in Afrika meist als Monokultur angebaut, da der Boden extrem schnell auslaugt, kann dies dazu führen das größere Teile des einst fruchtbaren Ackerlandes zerstört werden. Die Heinrich Heine GmbH aus Hamburg engagiert sich hier bereits seit 2008, so werden die teilnehmenden Farmer in speziellen Einrichtungen über den sachgemäßen Einsatz von Pestiziden und das richtige Pflegen des empfindlichen Bodens geschult.

Mit dem Stichwort Nachhaltigkeit ist ein großer Werbeträger für die Modeindustrie gewonnen, denn in Zeiten von Faserknappheit im Bereich Naturtextilien auf dem Weltmarkt ist es sehr sinnvoll auf ein vorhandenes Abfallprodukt wie Kasein zu setzen … So äusserte sich Heike Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft über Qmilch.

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Hallo ich bin Enrico Baier, im besten Alter, Energiegeladen und voller Spannung! Beruflich versuche ich mich als Elektroinstallateur. Privat bin ich Vater von 3 Kindern. Neben meiner Familie betreibe ich noch das Hobby der Digitalen Fotografie, und wenn dann immer noch Zeit bleibt, nehme ich hier im Blog alles in Kreuzfeuer was mir so begegnet.

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