Drei vor Zwölf – 39. SSW „Frauenarzt, Klinik und dann doch wieder nach hause“

Heute 39. SSW + 5 Tage (oder anders gesagt 2 Tage vorm Termin) das hier die Spannung doch nochmal beachtlich gestiegen ist, brauche ich sicher niemanden näher zu erklären! Am Dienstag habe ich Isa zum letzten Termin bei  ihrem Frauenarzt begleitet, und der schickte uns mit folgender Diagnose direkt in die Klinik.

– großer Blasensprung – CTG F6 – Fruchtwasserverlust –

Aber mal ganz von vorne, wir fuhren am Dienstag morgen also zum letzten planmäßigen Frauenarzttermin vor der Geburt, hier lief dann erst mal das übliche Prozedere ab, also wiegen, Labor anschließend dann ans CTG …

CTG – Kardiotokographie

Ein CTG (umgspr. auch Wehenschreiber oder Herzton-Wehenschreiber) zeichnet die Herztöne des Ungeborenen und die mütterlichen Wehen auf. Das Untersuchungsgerät, der Kardiotokograph, stellt die Ergebnisse in Kurven dar.  Mit einem CTG lassen sich Notfall- oder Gefahrenzustände des Ungeborenen feststellen und kontrollieren.

Auf diesem Foto kann man erkennen wie, das dann in der Praxis aussieht, das Gerät misst über die auf dem Brauch liegenden Sensoren die Herzfrequenz des Kindes (mittels Ultraschall) und ein seperater Wehenschreiber (Druckmesser) zeichnet parallel die Wehentätigkeit auf.

Die Auswertung dieser Testergebnisse erfolgt dann anhand der Fischer-Score`s benannt nach Wolfgang M. Fischer († 2007), der das geburtshilfliche Scoring-System zur Beurteilung der fetalen Herzfrequenz in den 70er Jahren erfand. Im Detail sieht das dann wie folgt aus.

Bildquelle: www.wikipedia.de

So entstehen dann die bekannten Beurteilungen F5 – F 10, die von den Frauenärzten meist diagnostiziert werden. Ich habe mich dazu am Dienstag mit dem Frauenarzt unterhalten, weil mich die Entstehung der Beurteilungen dann doch mal interessiert hat. Laut Dr. Auerbach (Isas Frauenarzt) ordnen die Ärzte die Beurteilungen dann wie folgt ein.

  • F 10 – F9: sehr gute Werte – alles in Odrnung
  • F8 – F7: befriedigende Werte – durchaus noch in Ordnung
  • F6 – F5: schlechte Werte – in diesen Fällen konsultieren die Frauenärzte meist die Experten der ISB
  • < F5: kritisch – Sofort in Klinik

… danach nahm sich der Frauenarzt nochmal die Zeit, mit uns die Ergebnisse von Leons CTG auszuwerten, diese waren mit F6 nicht besonders , was für den Arzt dann schon ein Grund war uns direkt in die ISB (Intensiv-Schwangerschaft-Beratung) zu schicken, beim anschließenden Ultraschall war mit dem Kind alles in Ordnung nur der Fruchtwassergehalt gefiel dem Frauenarzt dann gar nicht, er verglich die Bilder mit den Aufnahmen von vor 14 Tagen und musste feststellen, dass hier doch schon einiges fehlte.

Er schickte uns dann direkt in die ISB um den schlechten CTG Wert, die Fruchtwassermenge und die Frage Blasensprung? abklären zu lassen … also fuhren wir direkt in die Frauenklinik des Klinikum Chemnitz und stellten und dort in der ISB vor,

der Schwester die uns dort in Empfang nahm, war die Begeisterung förmlich in Gesicht geschrieben, denn es war kurz vor Mittag das Wartezimmer noch gut befüllt und wir hatten keinen Termin, aber da musste sie durch sie sah wohl die Mittagspause in Gefahr.

Isa wurde dann erst mal ans CTG gehangen, dannach war eine ganze Weile Ruhe wir dachten schon die hätten uns vergessen, aber das ist in der Klinik  speziell in der ISB nicht außergewöhnlich. Dann bat uns der Arzt zum Gespräch, er erklärte uns das er hier beim CTG zur der Diagnose F8 gekommen ist, um den Fruchtwassergehalt zu prüfen machte er nochmal eine Ultraschalluntersuchung mit der Diagnose, das es dem kleinen gut geht, der Fruchtwassergehalt doch schon ist deutlich abgenommen hat, weiterhin vermaß er das Kind nochmal und stellte fest das der Kopf einen Umfang von 35cm hat und das Gewicht bei ca. 3600g liegt.

Bei einer Untersuchung der Gebärmutter stellte er fest, das der Muttermund schon weich und leicht geöffnet ist, er könne schon mit einem Finger hinein fühlen, was dann soviel heißt, das die Geburt unmittelbar bevor steht. Bei einem Abstrich hat er dann noch auf Fruchtwasserreste gestestet, dieser Test war aber negativ, was aber nicht heißt das Isa kein Fruchtwasser verliert, sondern nur das es kein akuter Blasensprung sei.

Er schickte uns dann wieder nach hause, wir sollen uns morgen wieder vorstellen, er wolle den Fruchtwassergehalt jetzt noch 24h beobachten, sollte die Geburt bis dahin nicht natürlich beginnen, würde er sie mit einem Wehen-gel etwas vorantreiben.

In der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch hatte Isa dann von 0Uhr bis kurz vor 6Uhr teils akute Wehen, deren Rhytmus doch aber eher unregelmäßig war, dies setzte sich dann heute über den ganzen Tag hin so fort. In der ISB wollten sie dann heute doch noch einen Tag abwarten, ob es nicht auf natürliche Wege noch einsetzt, der Arzt begründete diese Entscheidung mit dem Risiken welche mit einer Einleitung der Geburt mittels Wehen-gel in Verbindung stehen. Meine Einschätzung ist hier aber, das die Klinik schlicht und einfach überfüllt ist, so wurden bei Selina ähnliche Diagnosen gestellt, doch hier wurde sofort mit der Einleitung der Geburt begonnen. Das wird wohl der Ware Grund für das zögern sein.

Gut wir sind nun also wieder zu hause und vorhin hatte Isa dann etwas Blut in der Toilette gesehen, auch war heute wieder der Abgang von Fruchtwasser zu verspüren, und die Wehen kommen in immer regelmäßigeren Abständen, so das wir davon ausgehen, des es bald soweit sein muss.

Ansonsten werden wir uns morgen wieder in der ISB vorstellen müssen … ich hoffe das dieses rum pendeln doch bald ein Ende hat, denn schließlich habe ich hier zu hause noch Kind, was immer erst zu Oma gebracht werden muss, außerdem ist auch jeder Kilometer Autofahrt für Isa immer ein Kraftakt.

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Hallo ich bin Enrico Baier, im besten Alter, Energiegeladen und voller Spannung! Beruflich versuche ich mich als Elektroinstallateur. Privat bin ich Vater von 3 Kindern. Neben meiner Familie betreibe ich noch das Hobby der Digitalen Fotografie, und wenn dann immer noch Zeit bleibt, nehme ich hier im Blog alles in Kreuzfeuer was mir so begegnet.

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