Alkaline Batterie oder Akku? Meine Eindrücke, wie ich das handhabe

Muss es zwingend ein Akku sein oder ist der Einsatz einer Einweg Alkaline Batterie manchmal sogar sinnvoller. Im folgenden Beitrag gebe ich euch einen Einblick in meine Handhabung, wo setze ich auf Akkus und wo ist der Einsatz eines Akkus nicht sinnvoll.

 => Einweg Alkaline Batterien 

Eine Alkaline Batterie ist eine chemische Energiezelle, sie hat somit eine bestimmt Menge an Energie bei einer bestimmten Kapazität. Für die Bestimmung der Lebensdauer, sind also verschiedene Faktoren von Bedeutung, zum einen sicher der Entladestrom, aber auch Umgebungstemperaturen und Alter der Alkaline-Zelle sind nicht zu unterschätzen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das es auf den Stromverbrauch des Gerätes und auf die Dauer des Einsatzes ankommt. Alkaline Batterien setze ich vor allem in Geräten mit durchschnittlichen Stromverbrauch, in Kombination mit langem Zeitraum des Einsatzes ein

Das sind alltägliche Geräte wie z.B. Uhren, Wecker, Fernbedienungen, usw. aber auch die meisten der unzähligen auf Strom angewiesenen Spielzeuge unserer Kids laufen mit Alkali Batterien.

Auf die Frage warum, gibt es eine simple Antwort. Normale Akkus  liefern auch voll geladen meist nur 1,2V, im Vergleich zu einer AA – Alkaline Batterie ergibt sich so folgendes Rechenbeispiel.

Die meisten Elektrogeräte sind auf Batterien mit einer Nennspannung von 1,5V auslegt. Habe ich also ein Geräte mit vier Batteriesteckplätzen, ergibt sich eine Gesamtspannung von 6V, wenn ich jetzte allerdings Akkus verwende, die nur je 1,2V liefern ergibt das eine Gesamtspannung von nur 4,8V. Nun gehen wir gedanklich in den Physikunterricht zurück. 

Die elektrische Leistung die ein Verbraucher / Gerät abgeben soll ist das Produkt von elektrischer Spannung und der Stromstärke: Eine 800mAh Alkaline Batterie liefert also mit 1,5V * 0,8A eine Leistung von 1,2Watt. Also eine Stunde lange 1,2 Watt und die Batterie ist leer. 

Da Akkus hingegen meist höhere Kapazitäten besitzen, ergibt sich folgende Rechnung: Ein Akku 2700mAh liefert also mit 1,2V * 2,7A eine Leistung von 3,24 Watt pro Stunde bevor wieder an die Ladebuchse muss. 

Der Einsatz eines teuren Akkus, macht also nur bei Geräten Sinn die Kurz- oder Langfristig eine hohe Leistung liefern müssen, Geräte die eher Langfristig eine stetig stabile geringe Menge an Leistung zur Verfügung stellen sollen, sind also mit Alkaline Batterien besser beraten.

Was ich noch erwähnen möchte ich das Haltbarkeitsdatum einer Alkaline Batterie. Die Lebensdauer einer Batterie liegt durchschnittlich 4 – 7 Jahre, ist das Haltbarkeitsdatum (Nur bis hierhin garantieren die Hersteller die uneingeschränkte Leistung) also bereits in Kürze hat die Batterie bereits ein paar Jahre auf dem Buckel.

Tipp: Ich kaufe Alkaline Batterien immer im Kaufland, Nein ich mache hier keine Werbung ich hätte jetzt auch Rewe oder Real schreiben können, aber worauf ich hinwollte, kauft die Batterien immer in großen Märkt mit einem hohen Durchfluss an Kunden, das garantiert, das die Batterien nicht lange im Regal verstaubt sind. 

 => Akkus oder Eneloops 

In den letzten Jahren setzte ich meist wie oben bereits geschrieben auf Alkaline Batterien. Da die normalen Akkus (NiMH- und NiCD-Akkus) meist nach ca. einen Jahr ihren Dienst versagte. Also durch den starken Memory-Effekt steigt mit jeden Lade- und Entladezyklus weniger Kapazität zu Verfügung stellten.

Konnte ich in den Digitalkamera anfangs noch 4 – 5 Stunden arbeiten, verringerte sich das Ganze nach einen halben Jahr schon um 50% auf 2 – 3 Stunden, war dann Nach einen Jahr Schluss mit lustig und die Ersatzbatterien wurden zur Primär-Spannungsversorgung in all unseren Geräten. Einzig in den Mobilteilen unserer Festnetz-Telefonanlage verweilen noch Ni-Cd Akkus (wobei auch diese wohl bald das Feld räumen müssen).

Vor ca. drei Jahren begann ich mit dem Kauf einer Panasonic Lumix DMC-FZ 150 in die Digitale Fotografie einzusteigen, also weg vom knipsen, hin zum fotografieren. Da stellte sich dann wieder die Frage der Energieversorgung. So standen Varianten mit 4x AA Batterieschacht oder Lithium Akku und da ich bereits aus den Akkuschraubern im beruflichen von den Vorteilen und Vorzügen der Lithium Akkus im Bilde war, wählte ich die Akku Variante.

Diese Akkus sind eigentlich nicht Tot zu kriegen, sie haben keinen Memory Effekt und sind auch unempfindlich auf Umgebungstemperaturen, was in der Digitalen Fotografie sehr von Vorteil ist. Seit nun mehr als zwei Jahren setze ich in den Kameras also auf Lithium Akku und konnte bis heute keine Einschränkungen der Kapazität feststellen.

Als ich mir im Dezember dann ein externes Blitzgerät für die Canon EOS 1100D zulegte, stand ich wieder vor der Wahl, da dies nun wirklich Geräte sind die Kurzzeitig extrem hohe Leistungen liefern müssen, überlegte ich. Versuch ich es mit Alkaline Batterien und kaufe ich Lithium Akkus?

Weder noch bei meinen Recherchen nach guten Lithium Zellen für Blitzgeräte, kam mir immer wieder der Begriff Eneloops. Eneloops sind Akkus (Ni-MH) in Kombination einer Batterie um den Faktor Selbstentladung zu verringern.

Die Selbstentladung gebrauchter Akkus kann  mehr als 50 Prozent pro Woche betragen, selbst wenn die Akkus ansonsten noch ihre Nennkapzität haben. Dagegen verlieren LSD-NiMH-Akkus (Eneloops) im ersten Monat nur ca. 15 Prozent und danach sogar lediglich ca. 15 Prozent pro Jahr ihrer Ladung (bei 20 °C Umgebungstemperatur). Erreicht wird dies durch eine neue Superkristallgitter-Legierung (Superlattice Alloy) als ein wasserstoffbindendes Material für die Kathode von NiMH-Batterien und durch eine geänderte Nickelhydroxid-Legierung für die Anode.

Quelle: Wikipedia.de

So verspricht der Originalhersteller Sanyo, das nach 6 – 12 Monaten Lagerung noch 90 % der Kapazität und nach mehr als 12 Monaten immer noch beachtliche 85 % der Kapazität anliegen sollen. Was soll ich sagen ich habe, die Akkus nun 4 Monate im Einsatz,  für die ca. 75 Blitzauslösungen musste ich noch nicht wechseln oder nachladen.

Im Fotorucksack verweilen also derzeit je Kamera 2 Lithium Akku-Packs, für das externe Blitzgerät 8x Sanyo Eneloop 1900mAh und als Reserve und für weiteres Zubehör je eine Packung K-Classic Alkaline-Batterien (AA und AAA).

Wie handhabt ihr das? Akku, Alkaline Batterie oder Eneloops? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

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Hallo ich bin Enrico Baier, im besten Alter, Energiegeladen und voller Spannung! Beruflich versuche ich mich als Elektroinstallateur. Privat bin ich Vater von 3 Kindern. Neben meiner Familie betreibe ich noch das Hobby der Digitalen Fotografie, und wenn dann immer noch Zeit bleibt, nehme ich hier im Blog alles in Kreuzfeuer was mir so begegnet.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe eine Lampe die braucht 3 Volt. Wenn ich da 2 AKKU reinstecke wird die nicht wirklich helle.

    Du kennst das rote Ferngesteuerte Auto von uns? Wenn ich da Volle AKKU reinstecke fährt das paar Minuten. Mit Alkaline Batterien fährt es wesentlich länger!

    Was ich sagen will manche Anwendungen brauchen unbedingt 1,5 Volt Batterien. Mit 4 mal 1.2 wird da einfach nichts weil da einfach was fehlt bis zu 6 Volt die mit Alkaline Batterien erreicht werden. Da hilft auch kein schön rechnen! 😉

    Im Foto und BLitzlicht nutze ich meist als Reserve Batterie die Alkaline Batterien und sonst AKKU. Wenn die AKKU dann hinüber sind werde ich nur noch Alkaline Batterien nutzen.

    Die Alkaline Batterien kosten 2 Euro 12 Stück. Da komme ich eine ganze weile hin! Rechne ich den Preis der AKKU + Strom nimmt sich das vermutlich nicht viel. Einrechnen muss man ja noch ein Ladegerät. Ich rede jetzt nicht vom einfachen Ladegerät sondern von einem richtigen für 50 Euro aufwärts.

    Ich bin für meine wenigen Bilder die ich mache mit Alkaline Batterien besser beraten! Ist aber nur meine Meinung!

    • Sicher hast du recht, für unser eins genügen sicher die Alkaline Batterien. Die werden wohl auch in unserem Haushalt, weiter den Löwenanteil aus machen.

      Nochmal zur Rechnung, ich bin von einem neuen Akku mit 2700mAh Kapazität ausgegangen, hat der schon ein paar Zyklen auf dem Buckel hat er auch nur noch einen Buchteil der anfänglichen Nennkapazität und die Rechnung sieht anders aus, deshalb fährt das Auto von Alexander eben nicht mehr so lange.

  2. Ich kaufe eigentlich immer nur Batterien. Nur für mein Handy und Foto habe ich natürlich Akkus. Aber für die restlichen Kleinverbraucher ist mir das Aufladen der Akkus immer zu stressig. Für die Fotoakkus habe ich bis jetzt auch gute Erfahrungen mit Akkus von Drittherstellern gemacht. Da muss man nicht immer teures Geld für Orgiginalakkus ausgeben.

    • Hallo Peter,

      recht hast du, ich verwende für meine Panasonic Lumix FZ 150, auch Lithium Zellen von Drittanbietern, bislang konnte ich keine Unterschied erkennen, beide liefern für ca. 450 – 550 Aufnahmen ohne Blitz Strom. Man bemerkt also nicht welcher Akku gerade im Schacht steckt.

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