ZOOM – Das Photo – Tutorial #02 – Restlicht Fotografie

Die erste Ausgabe von ZOOM – Dem Photo – Tutorail von Sieweb liegt nun schon 4 Wochen zurück. Somit möchte ich mich bevor ich mit der zweiten Ausgabe starten entschuldigen, das ich den versprochenen Rhythmus nicht halten konnte. Aber wie Daniel kürzlich in seinem Blog schrieb, wenn erst abends gegen 22.00 Uhr Ruhe in der Wohnung einkehrt fehlt einfach der nötig Elan um interessante Beiträge zu schreiben.

Nun möchte ich aber der zweiten Ausgabe widmen, heute möchte ich mich mit der Restlicht-Fotografie auseinandersetzen. Denn gerade wenn Abends die Sonne untegeht und in den Großstädten die künstliche Beleuchtung eingeschaltet wird, ziehen viele Fotografen los um mit der Kunst der Fotografie bei gedämpften Lichtverhältnissen zu experimentieren.

Restlicht – Außenaufnahmen lassen sich in unterschiedlichsten Bereichen machen. Auch hier kann man sich wie in der gesamten Fotografie das Sprichwort „Weniger ist oft mehr“ vor Augen halten, besonderes Augenmerk liegt hier auf der  Bildkomposition, je mehr Details ich in ein Bild hineinpacke  umso unattraktiver wird es möglicherweise.

Selbiges trifft auch auf den in der Fotografie sehr wichtigen Faktor „Licht“ zu, die meisten glauben Viel Licht hilft viel. Doch in folgendem möchte ich euch erklären, das in der Praxis meist das Gegenteil der Fall ist.

 Gedämpftes Licht wirkt hier nicht nur im Freien auch in Innenräumen kann weniger Licht oft mehr bewirken. Stellt euch einfach mal vor, welches Ambiente euch besser gefällt ein hell erleuchteter Raum oder ein liebevoll eingerichtetes Wohnzimmer wo bloß die Flamme des Kamin leise flackert. Ich denke jetzt weiß jeder worauf ich hinaus will.

Bei der Beurteilung der Lichtquellen unterscheiden wir prinzipiell immer unter guter und schlechter Qualität. Weiter möchte ich noch anmerken, das die Quantität in der Fotografie bei gedämpften Lichtverhältnissen keine Rolle spielt, weil wir wie wir im ersten Teil von ZOOM gelehrt haben das wir hier lange Verschlusszeiten benötigen.

Bevor wir uns abends nach draußen gehen, müssen wir uns aber noch zwei, drei Gedanken über die nötig Ausrüstung machen. Keine Angst man benötigt keine Wagenladung voller Ausrüstung, dennoch sind drei Zubehörteile wichtig bis hinzu unverzichtbar.

  1. Ein Stativ – Wie schon erwähnt, wir arbeiten mit langen Verschlusszeiten, somit erhöht sich das Risiko von Verwacklungen, Aufnahmen mit Verschlusszeiten von meist über 1 Sekunde, sind ohne Stativ fast unmöglich.
  2. Ein Fernauslöser – Wie schon gesagt, bei Verschlusszeiten von über einer Sekunde ist das Risiko von Verwacklungen sehr hoch, somit kann der Einsatz eines Fernauslöser auch von großem Nutzen sein. Wer keinen besitzt und sich diesen (doch meist recht teueren) auch nicht zulegen möchte, kann diesen Punkt überspringen und die Aufnahmen auch mit Hilfe des Selbstauslösers der Kamera vermeiden.
  3. Eine Taschenlampe – Lohnt sich immer eine dabei zu haben, ich verwende hier eine  Taschenlampe von Makita die ich auf den Bodenstellen kann und dank eines eigenem Stativ in  alle Richtungen drehen kann und sie somit auch im unwegsamen Gelände immer sicher steht.


Nun aber nach draußen, ich möchte euch nun  Techniken vorstellen, die bei gedämpften Licht draußen möglich sind. 

1. Verkehrsadern oder auch Lichtspuren genannt

Hier ist es immer empfehlenswert sich einen erhöhten Aussichtspunkt zu suchen, von dem aus ihr eine mehr oder weniger viel befahrene Straße gut einsehen könnt. Wenn ihr hier mit Verschlusszeiten zwischen 5 und 20 Sekunden experimentiert werdet ihr merken, das die Scheinwerfer der Autos zu bunten Lichtstreifen verschwimmen.

Ein Beispiel hierzu hatte ich im Schnappschuss zum Sonntag ja bereits gezeigt, nun möchte ich erklären wie ich es gemacht habe.

  • Schritt 1: Ich stelle meine Kamera (Panasonic DMC-FZ 150) auf ein Stativ und mache einige Testbilder mit hohem ISO-Wert hier mit möchte ich feststellen wie die Lichter wirken und in welchem Winkel ich die Kamera für perfekte Aufnahmen ausrichten muss.
  • Schritt 2: Nun beginne ich mit verschiedenen Kameraeinstellungen zu experimentieren. Bei meiner ersten Aufnahme ( F3.2, 1/10sek.,  ISO 100) war es noch zu hell, die Fahrzeuge wurde nur unscharf, für Lichtspuren brauchte ich also längere Verschlusszeiten.
  • Schritt 3: Bei dieser Aufnahme mit F8.0, 8sek., ISO 100 komme ich dem Ergebnis schon recht Nahe, leider Verwackle ich das Bild, bei Auslösen. Ich Versuche also noch eine Aufnahme mit Hilfe des Selbstauslösers.
  • Schritt 4: Die gleichen Kameraeinstellungen F8.0, 8sek. und ISO 100 mit Hilfe des Selbstauslösers (eingestellt auf 3 Sekunden damit sich die Kamera wieder etwas beruhigt.) brachten das das fertig Ergebnis.

2. Angestrahlte Gebäude

Neben Sonnenunter- oder Aufgängen eines der klassischen Motive in der Restlichtfotografie. Seien es Kirchen, Kathedralen, Burgen, Denkmäler, o.ä. in jeder Stadt findet man gute angestrahlte Gebäude. Es emphielt sich hier in der Abenddämmerung in Aktion zu treten, wenn der Himmel noch nicht völlig sachwarz ist lassen sich die besten Ergebnisse erzielen.

3. Sternenspuren

Diese Aufnahmen sind nur etwas für echte Profis, denn hier komme nur Fotografen zum Zue die ihre Kamera auf Verschlusszeiten von über  Stunden einstellen können.

4. Lichtgemälde

Ja man kann mit Licht malen, wie das geht, scheinbar einfach. Sucht euch ein altes nicht beleuchtetes Gebäude, stellt die Kamera auf ein Stativ, Verschlusszeiten sollten bei 20 Sekunden oder höher liegen und nun versucht ihr Details im Gebäude mit Hilfe eines Blitzgerätes innerhalb dieser Verschlusszeit anzustrahlen. ACHTUNG: Darauf achten das ihr nicht auf dem Bild zu sehen seit.

 

 

Veröffentlicht von

Hallo ich bin Enrico Baier, im besten Alter, Energiegeladen und voller Spannung! Beruflich versuche ich mich als Elektroinstallateur. Privat bin ich Vater von 3 Kindern. Neben meiner Familie betreibe ich noch das Hobby der Digitalen Fotografie, und wenn dann immer noch Zeit bleibt, nehme ich hier im Blog alles in Kreuzfeuer was mir so begegnet.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich muss vor dem Urlaub unbedingt noch auf diesen Beitrag von Dir hinweisen. Du weißt schon, das ich auf Kreta jeden Abend auf das Restlich lauern werde 🙂

    Liebe Grüße

    • Na da bin ich auf deiner Urlaubs – Foto – Galerie gespannt. Ja gerade im Urlaub, wenn man auch die Gelegenheit hat mal morgens im Morgenlicht oder Abends Fotografieren zu lassen sich ganz toll Aufnahmen machen.

      Hast du bis zum Urlaub noch Zeit, ich schicke dir mal einen Link. Schau dir mal die Zeitschriften an. Mir habe die sehr geholfen.

  2. Pingback: “ZOOM” – Das Photo-Tutorial auf SIE-Web 2.ter Teil

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